Didaktik und Neurowissenschaften ist das Ergebnis intensiver Auseinandersetzung mit Forschungsbeständen der Neurowissenschaften, Didaktik, Psychologie sowie ferner der Erziehungswissenschaft. Durch das Zusammenführen von Wissensbeständen wird, Schlaglichter setzend auf Fragen, die für die Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen relevant erscheinen, der Versuch unternommen, Erkenntnisse zu verdichten und in verständlicher Sprache zugänglich zu machen. Dazu werden Erkenntnisse aus Hirnforschung, Didaktik, Pädagogik, pädagogischer und kognitiver Psychologie, Emotions- und Entwicklungspsychologie und der Bildungsforschung verknüpft.
Didaktik und Neurowissenschaften will Knotenpunkte im Wissen schaffen und zum Dialog zwischen den Wissenschaften sowie zwischen Wissenschaft und Praxis anregen. In sog. "Praxisfenstern" wird die Bedeutung der empirischen Befunde für den Unterricht diskutiert, Impulse für die Unterrichtsgestaltung werden entwickelt.
Die Grammatik des Deutschen verändert sich ständig. Grammatische Strukturen kommen und gehen. Dieses Studienbuch macht zum einen mit der aktuellen Grammatikalisierungsforschung und ihren Theorien vertraut. Zum anderen hat es die Entstehung und weitere Entwicklung der wichtigsten grammatischen Kategorien des Deutschen zum Gegenstand, u.a. den Negationswandel, die Herausbildung des Artikels und die Entwicklung neuer Hilfsverben wie haben, werden und
bekommen. Auch die Entstehung der Konjunktionen dass und weil sowie der Präpositionen wegen, im Vorfeld und im Laufe wird auf verständliche Weise dargestellt.
Die zweite Auflage ist um ein Kapitel zur Entwicklung des sog. am-Progressivs (ich bin am Lesen, am Kochen, am Überlegen) erweitert. An solchen und weiteren Beispielen werden verschiedene Aspekte und Modelle der Grammatikalisierung diskutiert, darunter die kognitiven Grundlagen des Bedeutungswandels sowie das Phänomen der Reanalyse.