This stunning volume documents Leonardo Bezzola's career, investigating the ways the photographer approaches his subjects
Der Berner Leonardo Bezzola, ein klassischer Schwarzweiss-Fotograf, hat seit den 1940er Jahren ein umfangreiches OEuvre geschaffen - Städtebilder von Venedig, Aufnahmen von Rennautos, Künstler- und Schriftstellerporträts oder Reisereportagen. Bezzola ist kein rasender Reporter, sondern ein überaus genauer, geduldiger und sensibler Beobachter, ein Essayist mit der Kamera. «Er findet die Bilder, bevor er die Kamera bedient, nicht später mit der Lupe im Kontaktbogen, schon gar nicht am Laptop» (André Kamber).
Bezzola kam als Autodidakt zur Fotografie und machte sich auch als Grafiker und Filmemacher einen Namen, was ihn zum zentralen Themenfeld seines fotografischen Wirkens führte: zu den umfassenden Künstlerporträts, die er etwa über Jean Tinguely, Bernhard Luginbühl oder Raffael Benazzi geschaffen hat. Wiederholt arbeitete er auch mit Peter Bichsel zusammen und realisierte 1976 einen Film mit Niki de Saint Phalle. Bezzolas Gesamtwerk gewährt nicht nur einen Panoramablick auf das Alltagsleben der vergangenen sechzig Jahre, sondern ist vor allem auch ein lebendiges Archiv des schweizerischen Kulturlebens, wie es nur selten entsteht.
«Dank beharrlichem Dranbleiben hat sich hier ein Lebenswerk gerundet, vor dem wir den Hut ziehen!» Urs Berger,
Biel-Benkemer Dorf-Zytig