Das psychologische Porträt einer Legende - geschrieben von einem, der dabei war.
Paris, 1917. Während an der Front der Erste Weltkrieg tobt, fällt im Gefängnis Saint-Lazare der letzte Vorhang für die berühmteste Frau ihrer Zeit: Mata Hari. Tänzerin, Kurtisane, vermeintliche Meisterspionin. Doch wer war Margaretha Geertruida MacLeod wirklich?
Enrique Gómez Carrillo, der diplomatische Dandy und Chronist der Pariser Bohème, gibt sich nicht mit dem Mythos der kaltherzigen Verräterin zufrieden. Mit journalistischer Schärfe und literarischer Eleganz seziert er den Prozess, der die Welt in Atem hielt. Er zeichnet das Bild einer naiven Träumerin, die sich in ihrem eigenen Netz aus Lügen verfing - und die vielleicht weniger eine Täterin war als ein Sündenbock für eine Nation in der Krise.
Ein fesselndes Zeitdokument über Glanz, Elend und das tragische Ende der Mata Hari.