Mit der Fertigstellung der Notunterkunft in der Lotte-Branz-Straße hat das Architekturbüro Hild und K Architekten den Grundstein für die künftige städtebauliche Entwicklung eines Industriegebiets im Norden Münchens gelegt. Die Einrichtung bietet Platz für bis zu 730 Personen. Rund 400 Betten sind regelmäßig belegt, während die übrigen für Notfälle reserviert bleiben. Ergänzt wird das Konzept durch ein Tageszentrum sowie Einrichtungen für Beratung und medizinische Grundversorgung. Die verschiedenen Funktionen verteilen sich auf acht Gebäude, die versetzt angeordnet sind, an ihren Ecken durch Treppen verbunden sind und dazwischen durch vier begrünte Innenhöfe voneinander getrennt werden. Eine fein strukturierte, ziegelrote Holzfassade und eine offene Pergola am Haupteingang verleihen dem Komplex einen einladenden Charakter. Das Erdgeschoss ist aus Stahlbeton gefertigt, wobei großformatige Fertigteile in der Fassade ein durchgehendes Band bilden, das sich um das Gebäude windet. Bäume und Sträucher sorgen für Privatsphäre und bilden einen schützenden Grüngürtel um die Notunterkunft.